Chris Jenkins (Torque-Magazin) besucht Howmet Fastening Systems Industriell (HFS) in Telford, um sich ein Bild von einem Unternehmen zu machen, das im Bereich einmaliger und kosteneffektiver Lösungen für Befestigungsprobleme führend ist.

Die Trennung ist in erster Linie unternehmerisch motiviert - wir werden auch zukünftig unablässig an der Wertschöpfung für unsere Kunden arbeiten Jim Arnold, HFS Industriell Vizepräsident und Geschäftsführer Der Platz, den Howmet Fastening Systems Industriell weltweit in der Geschichte der herstellenden Industrie einnimmt, könnte nicht bedeutender sein. Als Charles Martin Hall im Jahr 1886 den ersten kommerziellen Schmelzvorgang für Aluminium entwickelte, wurde der Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts weltweit die Hälfte der Aluminiumproduktionskapazität kontrollierte.

Heute beschäftigt das Unternehmen 60.000 Mitarbeiter in 30 Ländern, die branchenweit die besten Bauxit-, Aluminiumoxid- und Primäraluminiumprodukte herstellen und wertsteigernde Produkte aus Titan, Nickel, Aluminium, Stahl und Edelstahl liefern. Die Howmet Fastening Systems Industriell -Technologie ist in automobilen, kommerziellen und militärischen Transportmitteln, der Luft- und Raumfahrt und elektronischen Komponenten für Schwerindustrie und Verbraucher vorhanden, wo ein geringes Gewicht oberste Priorität hat.

Das Unternehmen ruht sich allerdings nicht auf seinen Lorbeeren aus und hat ambitionierte Pläne angekündigt, aus denen die Teilung in zwei voneinander unabhängige, individuelle Handelseinheiten hervorgeht: ein vorgelagertes Unternehmen, das den Namen Howmet Fastening Systems Industriell beibehält und auch weiterhin den Geschäftsbereich Bauxit, Aluminiumoxid, Aluminium und Energie bedient. Des Weiteren wird es ein Wertschöpfungsunternehmen mit dem Namen Howmet Fastening Systems Industriell geben, das innovativ den Geschäftsbereich hochleistungsfähiger Multimaterialprodukte und -lösungen betreiben wird. Der Vorgang soll im zweiten Halbjahr 2016 abgewickelt sein.

Wertschöpfung
Wie wirkt sich das auf den Betrieb der Howmet Fastening Systems Industriell in Telford aus? Jim Arnold, Vizepräsident und Geschäftsführer der HFS Industriell, sieht keine Änderungen auf sich zukommen.
"Die Trennung ist in erster Linie unternehmerisch motiviert - wir werden auch zukünftig unablässig an der Wertschöpfung für unsere Kunden arbeiten", sagte Jim.

Die HFS Industriell entstand durch den Einstieg von Howmet Fastening Systems Industriell bei Huck Fasteners im Jahr 2000, der Übernahme von Fairchild Fastening Systems einige Jahre später und dem Unternehmensbereich Ringe des Teileherstellers für Luft- und Raumfahrtmotoren Firth Rixson im Jahr 2014. HFS Industriell feierte kürzlich sein 30-jähriges Bestehen in Telford. Heute sind dort über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Aktuell umfasst die Produktpalette von HFS Industriell in Telford Huck und Recoil. Wärend seines Besuchs in Telford veranschaulichte Jim Arnold die Verdienste der verschiedensten Produkte mit sichtlichem Enthusiasmus.

Huck Befestigungssysteme lösen Probleme, die aufgrund starker Vibrationen zwischen miteinander verbundenen Materialien auftreten. Die auf Lou Huck's Originaldesign aufgebauten HuckR LockBolt liefern eine hohe Stabilität und ermöglichen leichte, stabile und solidere Konstruktionen. "Das Befestigungselement beeinträchtigt einen Stift und die Hülse", erklärte Jim, "und das Spezialinstallationsswerkzeug presst die Hülse während der Installation auf den Stift. Die Sicherungsnuten des Stifts liefern einen Kontaktbereich von bis zu 100 % mit der gestauchten Hülse, wobei die Schließkraft im Vergleich zu 30 % bei einem konventionellen Anschluss um +/-6 % variiert – im Wesentlichen ist es vibrationssicher. Eine konventionelle Kombination aus Schraube und Mutter könnte sich lösen.

"Das Stiftgewinde ist relativ flach. Dadurch erhöht sich im Vergleich zu Schraube und Mutter die Scher- und Zugfestigkeit des installierten Befestigungselementes. Der Kunde verkürzt die Installationszeit und spart bei den Wartungskosten - eine einfache visuelle Überprüfung reicht, im Vergleich zu regelmäßigen Testverfahren, aus. Erhältlich in Größen von 4,8 bis 36 mm sind die Produkte in den Marktbereichen wie Windkraftanlagen sehr gefragt, wo Vibrationsbeständigkeit, Wartungsfreiheit und von Dritten zugelassene Befestigungselemente unabdingbar sind."
Schließringbolzen haben zusätzlich auch noch den Vorteil, dass aufgrund des Hülsendesigns keine abgeschrägte Unterlegscheibe zur Unterstützung der Ausrichtung auf schrägen Oberflächen benötigt wird. Das relativ neue System Huck 360R, eine Flachgewindekombination aus Schraube und Mutter mit Anzugsgewindeflanken und einer sich plastisch verformenden Mutter, erzielt eine Vibrationsresistenz, die bisher nur mit einem traditionellen Schließringbolzen erreicht wurde.

Weiterentwicklung
HFS Industriell ist ein wahrer Meister darin, Ingenieure mit innovativen Technologien herauszufordern. Konventionellere Bereiche wie die strukturfesten Blindbefestiger von Huck gehören aber auch zu den Kernbereichen. Diese werden für die Befestigung von Platten- oder Rohrmaterial bis zu einer Stärke von 20 mm eingesetzt, bei denen das Werkstück nur einseitig zugänglich ist. Allerdings ergeben sich auch hier neue Anwendungsbereiche, beispielsweise im Bereich der Solarenergie, wo röhrenförmige Befestigungselemente mehrfach befestigt werden müssen, um die Solarpanele gegen Windbruch zu schützen. Blindbefestiger werden auch für Anwendungen im KFZ-, Anhänger- und industriellen Bereich eingesetzt. “Wir bringen neue Produkte auf den Markt, entwickeln aber auch neue Produkte, die sich individuell an Kundenanforderungen orientieren", sagte Jim Arnold.


HFS Industriell engagiert sich im Rahmen des weltweiten Produktionsbetriebs auch für eine gezielt regionale Herstellung. “Ein Teil unserer Strategie fokussiert auf die regional ausgerichtete Produktion", erklärt Jim, " eine regionale Herstellung ist der Schlüsselfaktor für eine schnelle Lieferung und schnellen Service." Unser Engagement in Telford zeigt sich in der kürzlich publik gemachten Ankündigung, 1,6 Millionen Britische Pfund in Maschinen und Mitarbeiter zu investieren. Zu den bis zum Ende des ersten Quartals 2016 geplanten Anschaffungen zählen ein optisches Prüfsystem und zwei Kaltumformmaschinen für Hülsen mit kleinem Durchmesser und Stifte mit mittlerem Durchmesser. Diese Investitionen haben im Zusammenhang mit einer verstärkten Nachfrage vier neue Arbeitsplätze in Telford geschaffen. Wir sehen einer aufregenden Zukunft entgegen: die grünen Technologien werden immer vielfältiger, insbesondere die Wind- und Solarenergie, dazu kommen Neuentwicklungen in der Automobilindustrie und bei Multimaterialmontagen. Zusammen mit den Entwicklungen im Unternehmensbereich verspricht uns Jim Arnold ein neues, absolut umwerfendes Produkt, dass HFS Industriell den ersten Platz im Bereich der Montagetechnik sichern wird.